04.11.2015
Die Wärmewende kommt voran
 

2014 verbrauchten die Haushalte in Deutschland 2,7 Prozent weniger Heizenergie als im Vorjahr. Auch für die Zukunft bieten Gebäude Potenzial für mehr Energieeffizienz: Denn ein Großteil der Wohnhäuser in Deutschland ist nur teilweise saniert oder unsaniert.

Für mehr Energieeffizienz spielt insbesondere auch das richtige Heizen eine wesentliche Rolle: Viele Heizungspumpen etwa entsprechen nicht dem heutigen Stand der Technik. Durch neue, effiziente Heizungspumpen und eine Optimierung der gesamten Heizungsanlagen kann viel Energie einspart werden – ein großer Schritt für die Energiewende. In Bezug auf energiesparendes Heizen ist daher auch die Rede von der „Wärmewende“.

Dass diese vorankommt, zeigen Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Im Jahr 2014 verbrauchten die Haushalte in Deutschland 2,7 Prozent weniger Heizenergie als im Vorjahr. Nach vorläufigen Erhebungen lag 2014 der Energiebedarf in Mehrfamilienhäusern im Schnitt bei 121 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche. 2013 waren es noch 124.

Gut saniert, spürbar gespart

Dass der Energiebedarf gesunken ist, hat mehrere Gründe. Zu den wesentlichen zählen neue effiziente Heizungen und Fenster sowie eine bessere Dämmung. Gut saniert ist also spürbar gespart. Auch für die Zukunft bieten Gebäude Potenzial für mehr Energieeffizienz: Denn viele der über 19 Millionen Wohnhäuser im Land sind teil- oder unsaniert. Dasselbe gilt für über drei Millionen Nichtwohngebäude. Gemeinsam verbrauchen sie rund 35 Prozent der Endenergie in Deutschland. Bei einem Großteil von ihnen stehen früher oder später Instandhaltungsarbeiten an. In den nächsten 20 Jahren ist das bei etwa der Hälfte aller Gebäude in Deutschland der Fall. Warum also nicht gleich energetisch sanieren und Teil der Energiewende sein?

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Energie, www.bmwi.de



 
Sebastian Cichon – Unabhängiger Gebäude-Energieberater für Würzburg und Unterfranken
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letzte Aktualisierung: 16.11.2015